Ausgabe 40/2020

Grüzi wohl, liebe Leser,

das dritte Quartal ist das Quartal der Abrechnung. Die Insolvenz-Meldung wurde im 2. Quartal ausgesetzt, Kredit- und Mietzahlungs-Stundungen werden jetzt fällig. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Zum Glück sind jetzt die Corona- Sommerferien, bevor die aus politischer Front beschworene 2. Welle kommt.

An der Börse blickt man bekanntlich in die Zukunft. Also wenn Sie mich fragen, dann sehe ich nicht wirklich eine Boom-Phase auf uns zurollen. NEIN!, wir befinden uns inmitten des Kollapses. Aber beim DAX befinden wir uns absolut in einer Kopie von 1999 / 2000. Eine Kopie, die jedoch ein noch extremeres Ausmaß angenommen hat.

Die Märkte sind charttechnisch betrachtet erst dann im Crash-Modus, wenn es zu einer Spitzenbildung kommt. Eine Spitzenbildung bedeutet, dass noch die letzten Kröten in die Waagschale geschmissen werden, und dann gibt es nix mehr, außer Gewinne mitzunehmen. Diese Gewinnmitnahmen lösen Panik auf der Verkaufsseite aus und es entsteht eine extreme Dynamik. Zumal die Waage völlig aus dem Gleichgewicht ist, kann es nur zur Annäherung an das realwirtschaftliche Faktum bedeuten.

Bitte denken Sie auch an die Sommerpause. Das Handelsvolumen reduziert sich deutlich. Wie immer gibt es zwei Gesichter an der Börse. Dünne Handelsvolumina können zu hohen Ausbrüchen in beide Seiten führen. Beim DAX liegen wir noch immer in einer kurzfristigen Seitwärtsbewegung. Bricht es allerdings – egal in welche Richtung aus – aus, dann entsteht eine neue Dynamik. Somit befinden wir uns in der Tat vor einer 2. Welle.

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