Ausgabe 31/2020

Grüzi wohl, liebe Leser,

also jetzt haben wir exakt den Salat – oder richtig formuliert: wir haben jetzt die versprochene inflationäre Börse. Die weltweit gedruckten Billionen müssen irgendwo hinfließen. Und wie man es auf diesem Planeten gewohnt ist, fließt das Geld zu den Reichen und in die Aktienmärkte. Ja, so ist es. Dennoch habe ich gute Nachrichten für die „Vergessenen“, die Arbeits- und Obdachlosen: Die Aktien werden diesen Stand nicht halten können. Oder es geht weiter nach oben, aber dann werden auch die Nudelpreise explodieren.

Also wir stehen jetzt genau in der prognostizierten inflationären Börse. Ich glaube wir alle müssen nicht mehr über den System-Kollaps spekulieren. Ansonsten müsste man in der Tat am Naturgesetz zweifeln. Denn jetzt kommt mein persönlicher Voll-Hammer (vielleicht kennen Sie diese Zahl bereits): Die US-Zentralbank hat seit 2009 die Bilanzsumme von etwas über 1 Billion USD auf jetzt über 6,5 Billionen USD erhöht. Rechnet man etwas mit, dann hätten auch die Aktienmärkte im ähnlichen Ausmaß steigen müssen. Auf den Punkt gebracht ist das ganze System völlig aus dem Ruder gelaufen und die Aktien sind weiterhin überbewertet.

Nun, jetzt könnten mir die unverbesserlichen Bullen mit der Inflationierung Contra geben. Aber neeee, das hilft auch nicht. Weil wenn Unternehmen weniger verdienen oder gar in Verlusten wirtschaften, dann sehe ich eine Abwertung und keine Aufwertung. Den höchsten Gewinn könnte ich gerade übrigens mit meinen Kürbissen erzielen, weil die Preise explodieren. Aber ich verschenke sie immer noch an meine Freunde und Nachbarn. Also wenn ich aus Samen / Kernen ein Gemüse züchten kann und das wiederum im Vergleich zur Währung steigt, dann erkenne ich die Inflation mit meinen eigenen Augen.

Hilft die Inflation zur Produktivitäts-Steigerung?

Uii, heute bin ich in der Tat zum Schlaumeier mutiert. Denn ich sage JA(!), egal welche Extrempunkte man in Finanzsystemen heranzieht, diese helfen der Produktivitätssteigerung.

Man muss dem „Volk“ (schlimm, dass man so etwas überhaupt schreiben muss) nur den Freiraum zur geistigen Entfaltung nehmen. Und diese Entfaltung wird gerade auf dem ganzen Globus von den Regierungen eingeschränkt. Deshalb bin ich mir sicher, dass der kurzfristige Absturz an den Börsen unvermeidlich ist. Danach erkenne ich eine neue Kreativitäts-Welle. Aber diese neue Kreativitäts-Welle kann man zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht in die Aktienmärkte einpreisen. (Dies ist zumindest meine Meinung).

Schlussendlich kann natürlich jeder selbst seine Be-WERT-ung definieren. Ich jedoch kaufe nicht die Katze im Sack, weil im Sack könnte auch eine giftige Schlange sein. Und verzeihen Sie mir bitte eine Frage: Wer weiss schon wie giftig die Zentralbanken und Politiker wirklich sind?

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