Ausgabe 126/2022 – Industriemetalle fallen – Rezession?

Grüezi Wohl, liebe Leser,

Man sieht das Chaos durch all die Konflikte nicht – ein kleiner Brückenschlag zu dem berühmten Sprichwort „man sieht den Wald durch all die Bäume nicht“. Medial und auch an den Börsen werden immer Bruchstücke an die Oberfläche gespült, wohingegen die anderen Baustellen bei weitem nicht aufgeräumt sind.

Ich kann mir sehr gut eine Entspannung bei der chinesischen Zero-Covid Strategie vorstellen. Das könnte zu einer Supereuphorie an den Börsen führen. Doch würde bei einer schnellen Wiedereröffnung der Häfen nicht ein neues Chaos auf den Weltmärkten entstehen? Schlussendlich kann man alle Szenarien hin und herdrehen. Das Chaos wird noch viele Monate bis zu einer Normalität im Welthandel andauern.

Für mich besteht kein Zweifel an einer fatalen Wirtschaftslage in Europa, die insbesondere im 3. und 4. Quartal, selbst beim letzten Optimist, zur Realität führt.

Betrachtet man die tollen Ergebnisse bei den Automobilherstellern wie Mercedes oder BMW, dann ist es NOCH die Ruhe vor dem Sturm. Denn die Produktionslinien sind aufgrund des Mangels an Zulieferprodukten auf margenstarke Produkte umgestellt. Aber es wird sich kurzfristig bereits zu negativem Staunen drehen. Über das Wochenende habe ich mir die Rohstoff-Charts genauer angeschaut und bin auf eine interessante Entwicklung gestoßen: während Energie und Agrar weiter am Hochpunkt notieren, sind die Preise für Industriemetalle wie Zink,
Zinn, Nickel und Kupfer auf dem Stand vom Januar zurückgekommen. Allein dieser Indikator zeigt mir, dass sich die Weltwirtschaft vor oder bereits in einer Rezession befindet.

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