Grüezi Wohl, liebe Leser,
Zinserhöhungs-Phantasie, sinkende Anleihenpreise und große Umschichtung im Kapitalmarkt: so könnte man die letzte Woche in einem „Nut-shell“ zusammenfassen. Kevin Warsh hat in der großen FED-Sitzung einen Wandel bei den Anleihen verkünde, so dass die langfristigen Anleihen gesunken und die kurzfristigen Anleihen daraufhin gestiegen sind. Außerdem will die USA mehr eigene Staatsanleihen aufkaufen. Das Resultat war ein Absturz beim Goldpreis von über 3%.
Am Mittwoch in 2 Wochen steht in den USA die nächste Zinsentscheidung an. Und die Stimmen für eine Zinserhöhung nimmt zu. Was dies für die Wirtschaft bedeutet, sollte jedem „Volkswirt“ klar sein: die Finanzierungen werden teurer und das trifft aktuell vor allem den KI-Sektor. Aber genau diese Zwick-Mühle bei den Zentralbanken habe ich im 1.Halbjahr häufig behandelt. Auf der einen Seite muss die steigende Inflation eingefangen werden, und auf der anderen Seite darf die Wirtschaft nicht abgewürgt werden.
Steht Europa jetzt vor oder INNERHALB einer Banken- / Finanz-Repression? Es bedeutet, dass man mit Wohnsitz in Europa keine Auslandskonten mehr besitzen darf, sofern die Bank im betroffenen Land keine Filiale hat. Ein Verbot, das viele Menschen nicht erfassen. Es ist ein wichtiger Schritt gegen die Kapitalflucht. Nur: wem hilft diese Kapitalflucht? Bei diktatorischen Regimen, welche ihre „Bürger“ von der freien Wirtschafts-Welt abschneiden, ist dies eine gängige Praxis. So ist es beispielsweise in Kuba oder Nord-Korea. Auch China hat sehr lange Auslandskonten verboten und bestraft. Jeder kann sich jetzt selbst überlegen, was jetzt mit Menschen, die in Europa leben, passieren kann. Da mische ich mich NICHT ein! Man sollte es aber beobachten.
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