Grüezi Wohl, liebe Leser,
die Tendenz zu einer „Out of Balance Economy“ durch „Turbo-Investitionen“ erkenne ich momentan auf den Weltmärkten. „Out of Balance Econonomy“ wegen einer ganzen Reihe von Fehl-Allokationen, die sich auf „Turbo-Investitionen“ in einen Energie-Intensiven Sektor (Künstliche Intelligenz) konzentriert und parallel die Energie-Rohstoffe durch die Krisenherde in exakt diesen Rohstoff-Regionen verknappt werden.
Eine andere „Out of Balance Economy“ erkenne ich in Europa. Die De-Industrialisierung führt zu einer Last auf das Sozialsystem. Parallel sinken aber die Staats-Einnahmen, weil die Steuerausfälle exakt auf die Gegenseite – nämlich von Einnahmen in Ausgaben – umgelegt werden. Das „Schock-Szenario“ sehe ich aber im Öl und Gas. Denn die Welt lebt momentan von den Lagern und greift täglich die Substanz an, bis es zu einer Rationierung kommt. Es ist ein Tod mit Ansage. Wenn die Nahrung der Wirtschaft (Energie-Rohstoffe) ausgehen, dann verhungert sie. Und die Finanzmärkte ignorieren dieses Szenario, das aber immer wahrscheinlicher wird.
Mir fallen in diesem Zusammenhang zwei Stichworte ein: Kipp-Punkt und Klumpen-Risiko. Beides sind keine guten Nachrichten. Doch die einseitige Konzentration auf wenige Hoffnungs-Sektoren mit der Ignoranz der Gefahren, ist ein Pulverfass! Ein Großteil der KI-Unternehmen werden bei dem großen Rennen verlieren. Wo landen die Verluste? Die Verluste wird die breite Masse bezahlen, die jetzt zu astronomischen Bewertungen (Hoffnung-basiert) auf „Schwarz oder Rot“ wettet. Die Märkte sind auf einem Casino-Niveau. Die großen Fonds investieren Kapital ihrer Kunden. Es ist somit ein Verhältnis der großen Zocker, die nicht verlieren können, die Manager das Grundgehalt bekommen, während der Bonus lediglich der Hebel auf die richtige Wette ist. Der Verlierer wird der Anleger sein.
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