Grüezi Wohl, liebe Leser,
die Kapitalmärkte fühlen sich wie ein Seiltanz ohne Sicherheitsnetz an. Jede Woche ohne Rückzug aus dem Krieg und anhaltender Eskalation verschärft die Lage an den Energie-Märkten und Lieferketten. Die Preis-Explosion ist bei zahlreiche Produkten angekommen. Ich habe in der letzten Ausgabe bereits ausführlich die schrittweise Zerstörung des Wirtschaftswachstums in verschiedenen Branchen bis hinein in eine neue Bankenkrise, die 2008 in den Schatten stellen würde, aufgeführt.
Die Auswirkungen durch den Angriff auf die Drehscheibe von Oil & Gas inklusive der anhängenden Produkte wie Ammoniak, Helium, etc muss den Aggressoren bekannt gewesen sein. Ich könnte jetzt Verschwörungs-Theorien auspacken. Ganz im Ernst, solche Befürchtungen sollte man zumindest besprechen und in eine mittel- bis langfristige Vermögensplanung einbinden. Dies nenne ich dann beim Seiltanz den doppelten Boden.
„Cash ist King“ habe ich in diesem Jahr häufiger empfohlen. Ja, liebe Leser, trotz Inflation. Der Grund liegt auf der Hand: bei einer hohen Inflation werden die Preise teurer und frißt sich schrittweise in das Konsumenten-Verhalten. Dadurch fallen die Erwartungen und Gewinne der Unternehmen. An diesem Punkt stehen wir jetzt, dass auch die Börsen auf dieses Signal anspringen und heftig korrigieren. Mit einer hohen Cash-Quote kann man dann bei Übertreibungen im über-verkauften Bereich zu Schnäppchen-Kursen einsteigen. Nun, ich hoffe, dass meine Warnungen in den letzten Monaten (selbst VOR dem Iran-Krieg) angekommen sind.
Die Börse bietet immer Spielraum für Spekulationen, weil es immer um die Zukunft geht. Deshalb höre ich mich ständig in meinem Umfeld um. Aktuell legen sich die ersten Freunde / Partner schon auf die Lauer für Käufe im Aktien-Markt. Das muss in dieser Phase natürlich hoch selektiv von Statten gehen. Vielmehr weicht die Masse aber auf Rohstoff-Trades aus. Wir befinden uns (markt-technisch betrachtet) in einer der spannendsten Phasen. Es kann heftig werden – oder auch eine Erholung. Nur sehe ich sie noch nicht. Aber die Lieferketten und Produkt-Ausfälle werden zweifelsohne große Schäden bringen, der sich noch weiter negativ auswirkt. Bald beginnt die Berichtssaison im April!
Lesen Sie die komplette Ausgabe mit allen unseren Empfehlungen und Marktanalysen und unserem aktuellen 10.000-Euro-Depot.