Ausgabe 105/2021 – Konjunktur: Sorge nimmt zu

Grüezi wohl, liebe Leser,

in dieser Woche startet die Berichtssaison, und zwar querbeet durch alle Branchen. Das wird super spannend. Es gibt uns ein klares Bild zur tatsächlichen Situation in der globalen Wirtschaft. Auf der einen Seite haben die Analysten und Unternehmen ihre Prognosen meistens im Vorfeld gesenkt, so dass man durchaus die teilweise schwachen Prognosen übertreffen wird. Warten wir einmal ab, wie es die Börse aufnimmt.

Hohe Energiekosten, Materialmangel, steigende Rohstoffpreise und eingeschränkte Lieferketten. Diese Faktoren sind im 3. Quartal in der Realwirtschaft eingeschlagen. Ich bin wirklich sehr gespannt, ob die Unternehmen ihre Ausblicke noch positiv hin schrauben können, oder ob es düster ausschaut, wie ich aus meinem Umfeld in der Realwirtschaft täglich berichtet bekomme.

Die Anzahl insolventer Stromanbieter steigt in Europa. Die Bezugskosten für die Primärenergie sind einfach zu hoch, um die Verträge zu erfüllen. Wir befinden uns bereits mitten im Herbst. Das bedeutet wiederum, dass sich die Situation im Winter noch verschärfen wird. Wehe, wenn dann noch etwas Negatives vonseiten des Finanzsystems kommt.

In meinen Augen folgt nach der Energiekrise eine Bankenkrise. Die „Krisen“ ziehen sich wie ein roter Faden und man kann jetzt schon mit Blick auf den Repo- Markt diese Bankenkrise erahnen. Die Banken parken quasi über Nacht ihr Geld in Staatsanleihen. Offensichtlich ist die Nervosität innerhalb der Banken deutlich stärker ausgeprägt, als man es im täglichen Leben erfährt.

Diese Woche wird sehr spannend und deshalb ist die heutige Ausgabe auch etwas kürzer, und plane während der Berichtssaison bei Bedarf Entwicklungen via
Spezial-Meldungen zu kommentieren. Natürlich kann ich jetzt noch nicht sage wann und wie, weil ich nur auf wichtige Ereignisse eingehen werde.

Lesen Sie die komplette Ausgabe mit allen unseren Empfehlungen und Marktanalysen und unserem aktuellen 10.000-Euro-Depot.